Achtertücksche Süstern

Wenn drei sich kabbeln: „Achtertücksche Süstern“ feiert Premiere an der Niederdeutschen Bühne Kiel

nbkiel-admin In der Presse, Kieler Nachrichten

Ein Erbe ist immer ein guter Anlass zum Streiten: An der Niederdeutschen Bühne inszeniert Karen Dietmair „Achtertücksche Süstern“. Drei Schwestern kommen nach jahrelanger Funkstille zusammen, um der Testamentseröffnung ihres Vaters beizuwohnen. Das kann ja nur schiefgehen …

vom 22.10.2022, 15:00 Uhr aus der Redaktion der Kieler Nachrichten

VON GRETEA WEBER

Kiel. „Money, money, money, must be funny in a rich man’s world“ tönt es aus den Lautsprechern der Niederdeutschen Bühne in Kiel, ehe der Vorhang fällt. Ein nicht ganz subtiler Vorklang auf den Inhalt des Stückes, das am Freitag, 21. Oktober, im Theater am Wilhelmplatz Premiere feiert. „Achtertücksche Süstern“ heißt es, geschrieben von Peter Buchholz, ins Plattdeutsche übersetzt von Kerstin Stölting. Die Handlung: Der Vater ist tot, Zeit für die drei hinterbliebenen Töchter, sich um das Erbe zu kümmern. Blöd nur, dass zwischen ihnen alte Animositäten schwelen, die beim Aufeinandertreffen in „Vadderns“ letzter Wohnung zu reichlich Streit und Diskussion führen.

(…) Symbolisch: Während sie auf die Testamentseröffnung warten müssen, verbringen sie ihre Zeit im väterlichen Wohnzimmer, in dem es für drei Schwestern nur zwei Stühle gibt.

Niederdeutsche Bühne Kiel: Schwesterliche Kabbeleien und intime Momente

Unter der Regie von Karen Dietmair schwenkt der Abend immer mal wieder zwischen den schwesterlichen Kabbeleien und intimen Momenten der Erinnerung hin und her, fühlt sich im amüsanten Geplänkel aber doch wohler. (…) So entsteht ein amüsanter Abend mit ernsten Untertönen und einem überraschend offenen Ende.

„Scheinbar ist es nicht möglich, seiner Vergangenheit zu entfliehen“, erkennt Judith in einem ihrer auf Hochdeutsch gesprochenen Monologe und bringt das Problem auf den Punkt. Von selbstgefällig bis verzweifelt haucht ihr Tina Kliemann Leben ein. „För so’n Anlässen hett se en Skalpell in de Tasch“, feixt Silke Broxtermanns Eva über die rücksichtslose Einstellung ihrer Schwester. Überhaupt verteilt sie ihre Spitzen mit fantastischem „comedic timing“. Britta Poggensee als Christin ist wunderbar liebenswert und bemüht um den unerreichbar wirkenden Hausfrieden. (…)

Lesen Sie den ganzen Artikel, veröffentlicht: Samstag, 22.10.2022 in den Kieler Nachrichten.

Foto: Imke Noack, (von links: Silke Broxtermann, Britta Poggensee, Tina Kliemann). 

Tickets sind an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich oder unter (0431) 901 901.

Weitere Termine: 22., 23., 29., 30. Oktober, 18 Uhr, 3., 4. November, 20 Uhr, 5., 6., November, 18 Uhr, 11. November, 20 Uhr, 12., 13. November 18 Uhr. Niederdeutsche Bühne Kiel, Wilhelmplatz 2,

Achtertücksche Süstern (Die gefälschte Wahrheit)