Sofie Köhler

Darstellerin

Schon während meiner Schulzeit habe ich von 2004 bis 2010 als Darstellerin in einem Jugendtheater mitgewirkt. Meine Texte lernte ich damals allerdings noch auf Hochdeutsch, da in meiner Heimatstadt Templin kein platt mehr gesprochen wird.

Zehn Jahre nach meinem ersten Auftritt auf der heimischen Bühne stolperte ich dann über Umwege in die Arme der Niederdeutschen Bühne. Die anfängliche Angst, ob mir Plattdeutsch überhaupt über die Lippen kommt, war wie weggeblasen, als ich die Chance bekam die aufmüpfige Tina in „Bliev doch to’n Fröhstück“ zu spielen. Dieser Charakter krempelte nicht nur das Leben ihres konservativen Nachbarn auf der Bühne um, sondern auch mein eigenes.

Voller Enthusiasmus wollte ich wieder zurück auf die Bretter, die die Welt bedeuten und Menschen für einen Augenblick aus ihrem Alltag entführen. So durfte ich der lieben Trina in „Lütte witte Siedenschoh“ meine ganz eigene Note geben um ihren geliebten Fiete gegen seinen dominanten Vater aufstehen zu lassen.

Ein besonderes Geschenk für mich war die Rolle der Tilda, Amandus Enkelin in dem traurigschönen Stück „Honnig in Kopp“, die ich mitgestalten durfte. Eine hochemotionale Zeit, an die ich mich immer wieder gern zurückerinnere und die nicht nur dem Ensemble sondern auch dem Publikum ans Herz gegangen ist.

Eine ganz neue Erfahrung für mich war die selbstbewusste Colette, die französische Flugbegleiterin, die dem Mann ihrer Träume bei „Boeing Boeing“ im Flug den Kopf verdrehte. Eine aufregende Zeit mit großartigen Mitspielern und einem unglaublich wertschätzenden Publikum. Vielen Dank.